Hochschullehre findet nie in einem machtfreien Raum statt. Institutionelle und gesellschaftliche Dynamiken prägen unsere Lehr-Lernräume und beeinflussen, wie Lehrende und Studierende miteinander interagieren. Diese Gegebenheiten können sowohl Herausforderungen als auch Chancen für eine partizipative, sensible und lernförderliche Lehre darstellen.In diesem Kontext bietet das Konzept der Brave(r) Spaces einen wertvollen Ansatz. Brave(r) Spaces gehen über die Idee von Lehr-Lernprozesse als reine Schutzräume hinaus und ermutigen zu konstruktiven, wenn auch manchmal unbequemen Gespräche, Lernmomente und Situationen. Sie schaffen einen Rahmen, in dem Studierende und Lehrende gemeinsam Machtverhältnisse kritisch hinterfragen, diverse Perspektiven einbringen und neues Wissen generieren können. Durch die Förderung von Offenheit, Vulnerabilität und gegenseitigem Respekt in Brave(r) Spaces können wir – unabhängig vom Thema der Lehrveranstaltung – eine Lernumgebung kultivieren, die Vielfalt aktiv als Ressource für kritisches Denken und Innovation nutzt.In diesem Workshop erarbeiten wir gemeinsam, wie wir solche inklusiven und partizipativen Lernumgebungen schaffen können, ohne dabei die Grenzen und Herausforderungen dieses Ansatzes aus dem Auge zu verlieren. Sie bekommen die Gelegenheit, Ihre eigenen Lehransätze und Rolle zu reflektieren und gemeinsam mit Kolleg*innen konkrete Methoden und Strategien für eine diversitätsbewusste Lehre mithilfe von Brave(r) Space zu entwickeln. Gemeinsam arbeiten wir mutig an einer inklusiveren Hochschulkultur.
Raum 3.117/3.119 (Trakt I, 3.OG)Waldweg 26, 37073 Göttingen
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