Zwischen Deeskalationstrainings, die hauptsächlich den Umgang mit verbalen Aggressionen zum Inhalt haben, und Selbstverteidigungsseminaren, die auf den Fall eines gewalttätigen Angriffs im öffentlichen Raum fokussieren, füllt das vorliegende Seminar die bestehende Lücke, indem es der Tatsache Rechnung trägt, dass Grenzüberschreitungen im Arbeitskontext in unterschiedlichsten Grautönen auftreten können: Anschreien aus nächster Nähe, Eindringen in die Distanzzone, ungewollte Berührungen, unvermitteltes Schubsen und demonstrativer Vandalismus seien hier nur beispielhaft genannt. Hat eine Grenzüberschreitung die physische Stufe erst einmal erreicht, sind rein verbale Maßnahmen in der Regel nicht mehr zielführend. Auf der anderen Seite würde herkömmliche Selbstverteidigung in diesem Kontext zumeist über das Ziel hinausschießen. Schließlich ist zu berücksichtigen, dass Grenzüberschreitungen im Berufsleben auch von Personen ausgehen können, die selbst Teil der Organisation sind oder sich zu dieser in einem Dienstleistungs- oder Betreuungsverhältnis befinden. Für alle genannten und viele weitere mögliche Grenzüberschreitungen werden in diesem Seminar situationsgemäße Lösungen angeboten bzw. entwickelt. Eine grundsätzliche Bereitschaft zum Ausprobieren wird bei diesem Seminar vorausgesetzt, wenngleich das Prinzip der Freiwilligkeit bei jeder einzelnen Übung oberste Priorität hat. Dieses Seminar ergänzt das Seminar »Deeskalation und Grenzziehung in beruflichen Ausnahmesituationen« desselben Dozenten, ohne dass es eine Teilnahme daran voraussetzt.
Taberna im Tagungszentrum Alte Mensa am Wilhelmsplatz
This event includes following dates: