Während viele Menschen wissen, dass Diskriminierungen z.B. aufgrund von Geschlecht oder sexueller Orientierung existieren, ist Kastendiskriminierung ein oft unbekanntes und damit unerkanntes Problem – auch im universitären Kontext. Das Kastensystem regelt soziale Zugehörigkeit sowie Zugang zu Ressourcen und setzt Menschen in hierarchische Beziehungen zueinander. Durch Diskriminierungen in Form von sozialen Ausschlüssen oder Beleidigungen beeinflusst es soziale Netzwerke und akademische Chancen. Es wirkt in Studienverläufen, Karrierechancen und im Alltag. Was viele für ein auf Indien begrenztes Problem halten, zeigt sich auch in der Diaspora in Deutschland.Wir laden ein, genauer hinzuschauen: Was verstehen wir unter Diskriminierung? Was ist das Kastensystem? Welche Mechanismen wirken? Welche Erfahrungen machen Betroffene? Und vor allem: Wie können wir damit gut umgehen und Betroffene zum Schutz vor Diskriminierung unterstützen?Meike S. Gottschlich, Antidiskriminierungsberatung (ADB), wird einen sehr kurzen Input geben zu: Was verstehen wir unter Diskriminierung (rechtlich, alltagsbezogen, strukturell und individuell)? Wie können Mitarbeitende handeln, wenn sie Diskriminierung erleben oder beobachten?Dr. Karin Klenke, Centre for Modern Indian Studies (CeMIS), wird einen Impulsbeitrag zu allgemeinen Einblicken zum Kastensystem und dessen Rolle in der Diaspora geben. Anschließend laden wir zu einem Austausch ein und bieten Raum für Fragen.
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